Kontoauszug als CSV einlesen: was MietCheck Pro damit macht
Beim CSV-Bankimport laden Sie die Umsätze aus Ihrem Online-Banking als CSV-Datei (oder als Excel-Datei im Format .xlsx) in MietCheck Pro hoch. Für neun gängige Export-Formate gibt es fertige Presets; bei jeder anderen Bank-CSV versucht die automatische Erkennung, Zeichensatz, Trennzeichen, Kopfzeilen und Spalten selbst zu bestimmen — klappt das nicht, sehen Sie es in der Vorschau vor dem Import. Derselbe Kontoauszug lässt sich gefahrlos zweimal einlesen, ohne dass Buchungen doppelt entstehen. Eine Verbindung zum Bankkonto braucht es dafür nicht.
Was das konkret heißt
- Neun Presets: Sparkasse, DKB, ING, Commerzbank, Deutsche Bank, N26, Volksbank/Raiffeisenbank, Vivid und der CSV-Export aus MoneyMoney.
- Universal-CSV-Import für alles Übrige: Zeichensatz, Trennzeichen, Kopfzeilen und Spalten versucht die App selbst zu erkennen — auch bei Banken ohne eigenes Preset. Ob das geklappt hat, zeigt die Vorschau.
- Zwei Schritte statt Blindflug: Erst Upload und Vorschau mit Spaltenzuordnung und ersten Zeilen, dann der eigentliche Import.
- Schutz vor doppeltem Einlesen: Jeder Umsatz bekommt einen Fingerabdruck aus Datum, Betrag und Absender. Zwei gleiche Zahlungen am selben Tag in derselben Datei bleiben zwei Umsätze.
- Drei Wege in die App: CSV-Export aus dem Online-Banking, die optionale MoneyMoney-Übergabe auf einem Mac oder Erfassung von Hand.
- Direkt weiterverarbeitet: Gutschriften gehen in die automatische Zuordnung zu den Mietern, Abbuchungen werden als Ausgaben vorkategorisiert.
So funktioniert es
- Umsätze exportieren. Im Online-Banking den gewünschten Zeitraum als CSV-Datei herunterladen, möglichst in einer Datei; eine Excel-Datei im Format .xlsx geht ebenfalls. Überschneidende Zeiträume sind unschädlich, weil bereits bekannte Umsätze beim Einlesen übersprungen werden.
- Datei hochladen. In MietCheck Pro unter Finanzen den Bank-Import öffnen und die Datei auswählen. Standard ist „Automatisch erkennen“; die eigene Bank lässt sich auch ausdrücklich wählen.
- Vorschau prüfen. Die Vorschau zeigt, welche Spalten als Datum, Betrag, Absender, Verwendungszweck und IBAN erkannt wurden, und die ersten Zeilen der Datei. Noch ist nichts gebucht.
- Import ausführen. Erst jetzt werden die neuen Umsätze übernommen. Gutschriften laufen sofort durch die automatische Zuordnung zu den Mietern, Abbuchungen werden als Ausgaben erfasst.
Ab welchem Datum einlesen?
Alte Kontoauszüge müssen Sie nicht nachträglich einlesen. Laufende Mietverhältnisse lassen sich mit ihrem aktuellen Stand übernehmen: Je Mieter und Konto (Miete, Nebenkosten, Kaution) tragen Sie einen Eröffnungssaldo zu einem Stichtag ein. Eingelesen werden dann die Kontoauszüge ab diesem Stichtag — die Zeit davor steckt im Eröffnungssaldo, ohne dass Sie die Historie nachpflegen.
Optional: MoneyMoney auf dem Mac
Wer die Mac-App MoneyMoney nutzt, kann die Umsätze automatisch übergeben lassen, statt Dateien von Hand zu exportieren. Dafür läuft auf dem Mac ein kleiner Hintergrunddienst, der die Umsätze aus MoneyMoney exportiert und an MietCheck Pro überträgt. MoneyMoney ist eine kostenpflichtige Fremd-App für macOS — sie gehört nicht zu MietCheck Pro und wird nicht mitgeliefert. Alle anderen Wege funktionieren ohne Mac.
Wenn es nicht klappt
Warum erkennt die App meine Bank-CSV nicht richtig?
Banken bieten oft mehrere Exportvarianten an. Prüfen Sie in der Vorschau, ob Datum und Betrag einer Spalte zugeordnet sind. Passt das gewählte Preset nicht zu Ihrer Datei, wählen Sie „Automatisch erkennen“ — oder umgekehrt das Preset Ihrer Bank. Ein Kontoauszug als PDF lässt sich nicht einlesen; nötig ist der CSV- oder Excel-Export (.xlsx) aus dem Online-Banking.
Warum fehlen nach dem Import Umsätze?
Meist waren sie schon in der App: Bereits bekannte Umsätze überspringt der Import absichtlich. Zweithäufigster Grund ist ein zu kurz gewählter Exportzeitraum. Und Abbuchungen erscheinen nicht in den Mieterkonten, sondern bei den Ausgaben. Selten fehlt eine echte Zahlung, weil eine gleiche mit demselben Datum, Betrag und Absender aus einer anderen Datei schon eingelesen war — dazu die Grenzen unten.
Warum ist eine Zahlung importiert, aber keinem Mieter zugeordnet?
Dann hat die Zuordnung keinen eindeutigen Treffer gefunden. Die Zahlung ist nicht verloren, sondern steht als Klärfall mit Grund zur Zuordnung bereit — wie das abläuft, beschreibt die Seite zur Mieteingangskontrolle.
Was die Funktion nicht kann
- Keine Verbindung zum Bankkonto: Einen automatischen Bankabruf über PSD2 gibt es noch nicht. Die App ist immer so aktuell wie die zuletzt eingelesene Datei.
- Presets sind Dateiformate, keine Partnerschaften: Ein Preset beschreibt, wie die CSV-Datei einer Bank aufgebaut ist. Es ist keine Integration mit der Bank und keine offizielle Kooperation.
- MoneyMoney ist optional und nicht von uns: Die Übergabe setzt einen Mac und eine eigene MoneyMoney-Lizenz voraus.
- Keine Übernahme aus anderer Software: Mieter- und Einheiten-Stammdaten kommen über eine Excel-Vorlage in die App, nicht über den Bankimport; eine automatische Migration aus einer anderen Verwaltungssoftware gibt es nicht.
- Gleiche Zahlungen aus getrennten Dateien: Zwei echte Zahlungen mit gleichem Datum, gleichem Betrag und gleichem Absender hält der Import für denselben Umsatz, wenn sie in getrennten Dateien ankommen — etwa zwei gleich hohe Mieten eines Zahlers am selben Tag. Exportieren Sie einen Zeitraum deshalb möglichst in einer Datei; innerhalb einer Datei bleiben solche Zahlungen getrennt.
- Der Import bucht, er bewertet nicht: Ob eine Gutschrift wirklich Miete ist, entscheidet die anschließende Zuordnung — unklare Fälle bleiben als Klärfall offen, bis Sie sie zuordnen.